Gefangene Figur — Schachaufgaben
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Eine gefangene Figur hat kein sicheres Feld mehr, auf das sie gehen könnte. Geschlagen hat sie noch niemand, verloren ist sie trotzdem: jeder Rückzug ist gedeckt, und ein weiterer Angreifer erledigt den Rest. Die üblichen Opfer sind Läufer und Springer, die hinter einem Bauern her ins gegnerische Lager laufen, und das teuerste ist eine Dame auf Bauernjagd.
Woran man es erkennt
- Eine gegnerische Figur steckt tief in der eigenen Stellung ohne Rückzugslinie.
- Ihre Fluchtfelder decken die eigenen Bauern, und ein Bauer kann sie ungestraft angreifen.
- Sie ist auf Bauernjagd gegangen, und hinter ihr ist die Tür zugefallen.
- Bevor man Material zählt, zählt man ihre Felder: eine Figur, die nirgends sicher steht, gehört einem bereits.
Ein Beispiel
Weiß: König f5, Läufer b3, Bauer h6. Schwarz: König f8, Springer h7, Bauern a3 und c7. Weiß am Zug.
- Der Springer auf h7 hat zwei Felder, f6 und g5, und der weiße König auf f5 deckt beide. Er steht nicht fest, er steht nur nirgends sicher.
- Weiß braucht deshalb keine Taktik, sondern nur einen Spaziergang: Kg6 greift den Springer an und nimmt ihm die letzte Luft.
- Schwarz kann ihn nicht halten. Ke7 hilft nicht, und Kxh7 holt die Figur ab.
Die Idee Eine Figur, der jedes Feld den Verlust bringt, ist bereits verloren, wie viele Freunde auch danebenstehen. Man zählt einer Figur die sicheren Felder, bevor man Material zählt.